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Marco Lau

Mit seiner Leidenschaft für das Kochen, das Singen und vor allem das Tanzen wirkt Marco nicht gerade wie ein typischer Data Scientist. Aber ihm helfen diese Hobbys, seinen Kopf freizubekommen und bei der Arbeit wieder geistig frisch zu sein. Das ist auch nötig, um sein Team zu leiten sowie Daten zu analysieren, mit denen er Verhaltensmuster von Verbrauchern bei Penguin Random House (PRH) erkennen kann. Aber nach Feierabend kann man ihn beim Commercial Street Jazz Dance oder Hip-Hop bewundern.

 

Was hast du gemacht, bevor du zu Bertelsmann gekommen bist?

Ich war rund fünf Jahre lang Senior Data Scientist bei Skype und habe über verschiedene Zeitzonen hinweg mit Teams in Estland und an der Westküste der USA gearbeitet. Es ist interessant, dass wir mittlerweile eine Arbeitsumgebung haben, die sehr derjenigen ähnelt, die ich bei Skype vor sechs Jahren erlebt habe. Bevor ich bei Skype angefangen habe – und bevor Data Scientist eine offizielle Berufsbezeichnung wurde –, habe ich rund zehn Jahre als Data Miner, Data Analyst oder Strategic Insight Analyst in der Werbung und im Direktmarketing gearbeitet.

Wann und warum hast du dich für den Einstieg bei Bertelsmann entschieden?

Nach den fünf Jahren bei Skype habe ich mich bereit gefühlt, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen und eine Führungsrolle zu übernehmen. Als ich von der Jobmöglichkeit bei Penguin Random House gehört habe, habe ich keinen Moment gezögert und es versucht. Neben meiner Leidenschaft für Bücher war das auch mit Blick auf die Datenanalyse eine einmalige Herausforderung. Darüber hinaus hat der Verlag meinen Wunsch, Führungsverantwortung zu übernehmen, sehr unterstützt. Während des gesamten Bewerbungsprozesses habe ich gespürt, dass die Werte des Unternehmens stark mit meinen eigenen Werten übereinstimmen. Ich habe diesen Schritt nicht eine Sekunde bereut.

Hättest du jemals gedacht, dass du einmal deinen heutigen Job machst?

Nicht wirklich. Ich bin ein sehr introvertierter Mensch und liebe es, Dinge zu verstehen, indem ich mir Daten ansehe. Ich habe immer gedacht, Führungskräfte müssten charismatisch, gewieft und autoritär sein. Aber das bin ich nicht. Die Führungskräfte, mit denen ich zusammengearbeitet habe, mussten sich nie auf ein Meeting vorbereiten. Sie sind einfach in einen Raum gekommen und haben ihn beherrscht. Ich habe immer geglaubt, dass ich niemals das Selbstvertrauen haben würde, um das zu tun. Ich bin glücklich, wenn ich Zahlen einen Sinn geben, alles aufschreiben und anschließend meine Erkenntnisse präsentieren kann. Mir war nicht klar, dass ich mir selbst treu bleiben und trotzdem eine Führungskraft sein kann. Das habe ich erst erkannt, nachdem ich bei Bertelsmann angefangen hatte.

"Mir war nicht klar, dass ich mir selbst treu bleiben und trotzdem eine Führungskraft sein kann. Das habe ich erst erkannt, nachdem ich bei Bertelsmann angefangen hatte."

Wie würdest du deiner Großmutter erklären, was du beruflich machst?

Meine Großmutter hat sich sehr gern TV-Sendungen zu den Themen Gesundheit und Medizinforschung angesehen. Ich würde ihr sagen, dass meine Aufgabe mit der eines Medizinforschers vergleichbar ist. Ich wende dieselben Techniken an, die ein Medizinforscher anwenden würde, um die Auswirkungen eines bestimmten Wirkstoffs auf den menschlichen Körper zu untersuchen. Allerdings fokussiere ich mich auf den Einfluss von Büchern auf das menschliche Verhalten.

Was war dein größter beruflicher Erfolg?

Das Feedback, das ich von meinem Team und meinen Kolleg:innen erhalte, und das Selbstvertrauen, das ich daraus gewinne, mir treu zu bleiben. Sie erkennen an, dass ich eine inklusive Kultur fördere, und ich habe ein sehr vielfältiges Team zusammengestellt, was den Bildungshintergrund, die ethnische Zugehörigkeit und das Geschlecht angeht. Durch ihre Akzeptanz habe ich erkannt, dass ich der, der ich bin, UND eine Führungskraft sein kann.

Was war letzten Endes entscheidend dafür, herauszufinden, dass du es tatsächlich schaffen kannst?

Ich habe enorme Unterstützung durch ein Management- und Führungsprogramm erhalten. Dort gab es wunderbare Mentoren. Sie haben mir gezeigt, dass man, um eine Führungskraft zu sein, erkennen muss, wer man tatsächlich ist, und dass man sich treu bleiben muss. Das hat mir sehr geholfen, auf meine eigene Art erfolgreich zu sein.

 

Was motiviert dich?

Ich bin neugierig auf alle Geheimnisse dieser Welt. Meine Fähigkeiten erlauben mir, Dingen auf den Grund zu gehen, indem ich mir Daten ansehe. So kann ich solche Geheimnisse lüften – und das ist sehr spannend. Sogar die Betrachtung von Kundenverhalten bietet so viel. Dahinter stecken so viele unheimlich interessante menschliche Geschichten.

Zu wissen, dass ich morgens als Erstes mein Team sehen werde, motiviert mich auch total. Wie jeder andere habe auch ich meine Aufs und Abs. Und wenn wir zusammenkommen – online oder im Büro – teilen wir mit den anderen, womit wir uns gerade herumschlagen. Diese Offenheit meiner Teammitglieder und auch ihr Anspruch, Probleme wirklich zu lösen, sind sehr wertvoll für mich.

"Meine Fähigkeiten erlauben mir, Dingen auf den Grund zu gehen, indem ich mir Daten ansehe."

Unternehmertum und Kreativität sind zentrale Werte von Bertelsmann. Was bedeuten sie für dich?

Ich kann mich erinnern, dass ein sehr angesehener Geschäftsmann in meinem vorherigen Job einmal gesagt hat, dass man den Kopf im Himmel behalten und dabei mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehen muss. So gehen Unternehmertum und Kreativität Hand in Hand. Ich muss meinen Kopf im Himmel behalten, um über den eigenen Tellerrand hinausschauen zu können. Aber auf dem Boden muss man wissen, wie die Realität aussieht und dafür sorgen, dass die eigenen Ideen funktionieren. Und man muss sich die richtigen Leute suchen, damit die eigenen Visionen wahr werden.

Was macht für dich eine gute Führungskraft aus?

Verletzlichkeit, Integrität, Empathie und Freundlichkeit. Und diese Prinzipien bei allen anzuwenden, ganz gleich wie lange sie schon im Unternehmen sind. Gute Führungskräfte sehen Stärken und Schwächen bei sich selbst ebenso wie bei anderen. Und sie haben keine Angst davor, zuzugeben, wenn sie bei irgendetwas unsicher sind oder Zweifel haben. Kurz gesagt: Menschen sind gute Führungskräfte, wenn sie Menschen sind ... und keine Superhelden.

Wer oder was inspiriert dich?

Es gibt drei Personen, die für mich als wirtschaftliche und politische Führungskräfte sehr wichtig sind. Eine davon ist Jacinda Ardern, die Premierministerin meines Heimatlandes Neuseeland. Eine weitere ist die Autorin und Forscherin Brené Brown, und schließlich Michelle Obama. Ich höre mir all ihre Podcasts und YouTube-Vorträge an. Sie haben mich gelehrt, wie wichtig Beständigkeit ist. Sie haben mir gezeigt, wie ich meine Verletzlichkeit zeige und mich gleichzeitig selbst schütze und wie ich meine Integrität bewahren kann. Alle drei haben etwas, was ich noch immer lerne – eine absolute Klarheit in ihrer Kommunikation. Sie verwenden eine sehr einfache und dennoch kraftvolle Sprache, um ihren Stimmen Gehör zu verleihen.

Gibt es etwas, das man eher nicht über dich vermuten würde?

Die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, sagen immer, wie ruhig ich bin, obwohl unser Job wirklich stressig ist. Dabei bin ich das gar nicht. Ich kann sehr ängstlich sein und habe viele Selbstzweifel. Vor allem bei neuen Herausforderungen habe ich genauso viele Fragen wie alle anderen auch. Manchmal ist es sehr schwer für mich als Führungskraft, wenn Kolleg:innen mit Problemen zu mir kommen, für die ich einfach keine Lösung habe. Auch wenn sie möglicherweise den Zen-Meister in mir sehen – unter der Oberfläche bin ich gar nicht so gelassen.

"Gute Führungskräfte sehen Stärken und Schwächen bei sich selbst ebenso wie bei anderen."

Was ist dir bei der Gestaltung deiner Karriere wichtig?

Es ist unheimlich wichtig, in Sachen Datenanalyse, Data Science und KI auf dem Laufenden zu bleiben, damit ich immer weiß, was der Stand der Dinge ist. Außerdem möchte ich mich auch über das rein Fachliche hinaus permanent weiterbilden. Wir sind Menschen und versuchen, menschliche Probleme zu lösen. Das umfasst so viele weitere Disziplinen neben Mathematik, Statistik oder Technik. Ich möchte meine Fähigkeiten auch in diesen Bereichen erweitern, um beruflich voranzukommen.

Welche deiner Leidenschaften werden in deiner beruflichen Laufbahn eine wichtige Rolle spielen?

Bei Penguin Random House zu arbeiten bedeutet, an vorderster Front der Popkultur zu sein. Wir veröffentlichen Werke von Autor:innen, Popstars, Politiker:innen und Starköch:innen. Wenn ich sehe, dass eine oder einer meiner Lieblingssänger:innen, Songwriter:innen oder Rockstars von vor zehn oder 20 Jahren ein Buch bei uns veröffentlicht, macht mich das echt stolz. Ich liebe die Welt des Entertainments und würde am liebsten für den Rest meiner Karriere in dieser Branche bleiben.

Welche Fähigkeiten werden für dich persönlich in Zukunft wichtig sein und wie willst du diese entwickeln oder ausbauen?

Nach fast 20 Jahren Tätigkeit im Bereich Data Science weiß ich, dass permanent neue Dinge, neue Programmiersprachen und neue Methoden für maschinelles Lernen aufkommen. Deshalb muss ich am Ball bleiben, um die Innovationen zu verstehen, die für unsere Branche wichtig sind. Zudem, und das ist sehr wichtig, wird mein Fokus auf visueller Kommunikation liegen. Ich würde liebend gern ein Meister kraftvoller und farbenfroher Visualisierungen werden, um komplexe Ideen so rüberzubringen, dass sie leicht zu verstehen sind.

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