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Pankaj Makkar, Tennisspieler, Teamplayer, Talentförderer, Bertelsmann-Kulturkultivierer, vereint Tradition und
Moderne, Familienbandebauer, Aufbruchsarchitekt, legt das Fundament für das Geschäft in Indien, Managing
Director Bertelsmann India Corporate Center, Bertelsmann India Investments, Delhi.

Pankaj Makkar

Hier in Delhi schlägt
das Herz Indiens

In der Hauptstadt leben und arbeiten fast zehn Millionen Menschen, die Regierung der größten Demokratie der Welt hat hier ihren Sitz und die Stadt ist richtig aktiv, erklärt Pankaj Makkar den Grund, weshalb die Metropole der ideale Standort für Bertelsmanns Corporate Center in dem riesigen südasiatischen Staat ist. Vor zwei Jahren wurde das Center eröffnet, doch bereits davor war Bertelsmann mit seinen Unternehmensbereichen in Indien präsent. Das ist ein wichtiger Markt für Bertelsmanns internationales Wachstum. Gleichzeitig sind die Investitionen aber auch wichtig für Indien.

Als Leiter des Corporate Centers Indien dürfe er sich aber nicht nur auf das Land an sich fokussieren, sondern müsse das Gesamtziel vor Augen haben: Wir bauen hier keinen lokalen indischen Geschäftsbetrieb auf, denn wir gehören zu einem global agierenden Unternehmen. Darum ist unser Ansatz, unsere Herangehensweise von globaler Natur, auch wenn die Medienbranche natürlich in erster Linie lokal ausgerichtet ist. Wir vereinen also das Beste aus der Globalisierung und der Lokalisierung. So bauen wir unser Geschäft auf. Den Grundstein für den Erfolg habe man bereits gelegt, so der Generationenbrückenbauer, nun gelte es, die Aktivitäten durch gezielte Investitionen zu erweitern.

Wenn ich mir unseren Sektor so anschaue, dann sehe ich einen gigantischen kreativen und inhaltsbasierten Markt für Jung und Alt. Unsere Geschäfte bei Penguin Random House laufen gut, genauso wie die TV-Shows, die Fremantle derzeit produziert. Die Nachfrage nach Formaten wie India’s Got Talent oder The X Factor ist riesig. Das freut mich wahnsinnig und stimmt mich optimistisch für die Zukunft. Gleichzeitig ist der Markt aber auch hart umkämpft. Die Konkurrenz ist groß und genau darum müssen wir hier ein Geschäftsfeld aufbauen, das nicht nur eine Modeerscheinung ist, sondern das langfristig zum Erfolg von Bertelsmann beitragen kann, so Makkar.

In diesen aufregenden Zeiten könne er sich darum auch keinen besseren Job vorstellen: Ich liebe meine Arbeit. Das hier ist mein Traumjob. Wenn ich mich ein Jahr lang nicht um mein Einkommen kümmern müsste, würde ich trotzdem einfach weiterarbeiten wie bisher, denn ich arbeite leidenschaftlich gerne in meiner jetzigen Position. Ich liebe jeden Aspekt meiner Arbeit. Das Einzige, was ich vielleicht ändern würde, ist, dass ich weniger reisen müsste. Dann könnte ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Makkar ist seit zwei Jahren mit seiner Frau Treta verheiratet und lebt gemeinsam mit ihr und seinen Eltern in einem Vorort von Neu-Delhi. In Indien ist es nicht ungewöhnlich, dass man mit seinen Eltern unter einem Dach wohnt. Ich verbringe gerne Zeit mit ihnen, vor allem jetzt, wo sie alt werden. Auch würde er gerne mehr Zeit mit seiner Frau verbringen: Treta und ich haben beide einen verantwortungsvollen Job und daher Verständnis für die Hingabe und den Arbeitseinsatz des anderen. Das liebe ich an meiner Frau, so Makkar. Wenn wir mehr Zeit füreinander hätten, würde ich gerne öfters mit ihr ins Kino gehen, denn wir lieben beide Filme.

Aufgrund des vielen Reisens ist die Zeit mit seinem Team eingeschränkt, die er deshalb umso mehr genießt:

Ich kenne das typische Montagmorgengefühl gar nicht. Ich habe noch nie den Monday-Blues gehabt, denn wir haben viel Spaß zusammen.

Wir haben in den vergangenen Jahren ein paar tolle Team-Building-Seminare besucht und das hat uns richtig zusammengeschweißt. Ich bin stolz, dass wir bisher noch keine Kündigungen hatten. Ich denke, daran kann man ablesen, dass die Menschen hier genauso gerne arbeiten wie ich.

Zu Bertelsmann kam Pankaj Makkar vor fünf Jahren. Mir hat die familiäre Atmosphäre gefallen. Alle sind sehr warmherzig und kooperativ. Außerdem werden hier genau die Wertvorstellungen vermittelt, mit denen ich auch meine eigene Firma führen würde. Alles in allem bot mir Bertelsmann alles, was ein junger Mensch braucht, um sich seine Karriere aufzubauen. Seine prägendste Erfahrung seien die Eindrücke und Erlebnisse, die er während des Bertelsmann Entrepreneur Program gesammelt habe, so der Geschäftsmann, der in Indien das unternehmerische Grundgerüst für die Gütersloher baut. Das Programm ist absolut einmalig. So etwas habe ich bisher in noch keiner anderen Organisation gesehen, schwärmt Makkar. Das Programm gab mir die Möglichkeit, an vielen verschiedenen Projekten zu arbeiten. Dabei habe ich genau die Fähigkeiten erlernt, die man braucht, um einen Unternehmensbereich wie diesen zu führen. Das war so inspirierend für mich und ich glaube nicht, dass mir irgendeine Ausbildung etwas Vergleichbares hätte vermitteln können.

Wenn er heute auf seine bisherige Karriere zurückschaue, sei er sehr zufrieden. Eigentlich ist bisher alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe, sagt Makkar, auch wenn es natürlich immer wieder Herausforderungen gebe, die gemeistert werden wollen. Eine der größten Schwierigkeiten in unserer Branche ist, dass wir ständig gegen die Zeit ankämpfen. So müssen wir zum Beispiel zusehen, dass wir unsere Produkte schneller lancieren als die Konkurrenz. Dasselbe gilt auch für Investitionen. Wir müssen also immer am Ball bleiben, um sicherzustellen, dass wir unser Geschäft nicht nur auf die richtige Art und Weise aufbauen, sondern auch mit rasanter Geschwindigkeit. Darum sei ihm viel daran gelegen, ein kompetentes Team aufzubauen, noch bevor dessen Fähigkeiten benötigt werden. Mit diesen Mitarbeitern baut Makkar Brücken zwischen verschiedenen Generationen über Kontinente hinweg.

An Stress versuche er übrigens nicht zu denken. Ich versuche, mich auf den Input zu konzentrieren und nicht auf den Output. Denn den Input kann ich beeinflussen, indem ich dafür sorge, dass bestimmte Dinge erledigt werden. Der Output wird dann hoffentlich von alleine gut werden, so Makkar. Die beste Möglichkeit, um Stress zu besiegen, sei aber abends zufrieden zu seiner Familie nach Hause zu fahren. Das ist mir sehr wichtig. Wenn ich nach Hause zu meiner Frau komme und wir setzen uns zusammen hin oder gehen spazieren, dann gibt mir das eine gewisse Stabilität und Sicherheit. Das ist ein Teil meines Lebens, den ich niemals aufgeben würde. Und ich denke, dass es genau dieser Teil ist, der mich am nächsten Morgen wieder aufstehen und voll Freude zur Arbeit fahren lässt.

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