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Hendrik Finke, Kitesurfer, lenkt die Druckbranche durch stürmische Zeiten, leidenschaftlicher Koch,
Waisenhauserbauer für Kinder in Uganda, Neue-Energien-Erforscher, Webdesigner und Programmierer,
Executive Assistant to the CEO, Bertelsmann Printing Group, Hamburg.

Hendrik Finke

Am Wochenende muss ich raus aufs Wasser und Kitesurfen

Wasser ist ein essenzieller Bestandteil meines Lebens und es macht gemeinsam mit der Sonne und dem Strand den Reiz des Kitens aus. Gleichzeitig ist es aber auch sehr laut durch den Wind. Ich mag es, auf dem Wasser zu sein und mich zu einhundert Prozent auf mich selbst konzentrieren zu müssen, sagt Hendrik Finke, das macht den Kopf frei und hilft mir, komplett abzuschalten. Am Montag gehe es dann wieder mit neuem Schwung an die Arbeit in seinem Hamburger Büro.

Seit Anfang dieses Jahres ist Finke Assistent des CEOs der Bertelsmann Printing Group-Division. Arbeit ist sinnstiftend für mich. Ich gehe morgens nicht aus reinem Pflichtgefühl zur Arbeit, sondern weil ich richtig Spaß daran habe. Ich glaube, ich habe das richtige Studienfach gewählt und wenn ich sehe, dass ich Dinge erreichen kann, die mir Freude machen, dann läuft es meistens von allein.

Das war aber nicht immer so. Denn bevor der 27-Jährige zur Bertelsmann-Tochter kam, hatte er seinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre absolviert und bei einer Wirtschaftsprüfungskanzlei angefangen. Doch schnell merkte er, dass das nicht das Richtige für ihn war und er seiner Karriere frischen Wind einhauchen musste: Ich hätte niemals gedacht, jetzt als Vorstandsassistent tätig zu sein. Ich habe mich eher in dieser Wirtschaftsberatungssache gesehen, habe dann aber glücklicherweise die Möglichkeit gehabt, noch ein Masterstudium Management inklusive Auslandssemester in Südamerika zu machen. Sein jetziger Job erlaube ihm, einen neuen strategischen Fokus zu setzen, was ihm unglaublich Spaß mache. Ich bin sehr stolz, dass ich nach nur zwei Monaten schon mein eigenes Projekt bekommen habe, freut er sich über den Rückenwind. Die Verantwortung, die mir der CEO dieser Sparte übertragen hat, hat mich unfassbar gepusht! Natürlich will ich mein Bestes geben. Nach so kurzer Zeit schon etwas Eigenes auf die Beine stellen zu dürfen – damit habe ich selbst nicht gerechnet.

Allerdings bekommt der Druckfrischmacher es manchmal auch mit heftigem Gegenwind zu tun: Die größte Herausforderung ist für mich, dass ich überhaupt wahrgenommen und wertgeschätzt werde. Ich bin erst 27 Jahre alt und der Assistent vom CEO. Ich habe an sich keine Macht, muss aber gleichzeitig mit vielen Leuten reden und innerhalb der Division sichtbar sein. Da sei es nicht immer einfach, die Kollegen von seinen Ideen zu überzeugen und bedürfe vieler guter Argumente.

Entmutigen lässt sich Finke von diesen Erfahrungen aber nicht. Als erfahrener Kitesurfer weiß er damit umzugehen, wenn ihm der Wind auch schon mal ins Gesicht bläst:

Ich ziehe meine Motivation aus den spannenden Projektaufgaben und aus dem Umgang mit unterschiedlichen Personen.

Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen, die trotz ihrer fachlichen Kompetenz einfach normal und menschlich geblieben sind. Auch habe er bei der Bertelsmann Printing Group-Division viel Unterstützung erfahren, was ihm enorm Kraft gibt: Wenn Leute auf mich zukommen und sagen: ‚Hendrik, das hast du toll gemacht‘ und ein ehrliches Feedback geben, dann freue ich mich sehr und es spornt mich an, mich mit frischen, kreativen Ideen einzubringen.

Kritik, sowohl positiv als auch negativ, sei sehr wichtig für das Vorankommen. Ich sehe das nicht als etwas Negatives. Ich versuche immer zu reflektieren, was ich falsch gemacht habe und ziehe dann daraus meine Lehren für das nächste Mal.

Bei so viel Ansporn und Ehrgeiz verwundert es nicht, dass sich Hendrik Finke ausgerechnet die Druckbranche ausgesucht hat, um berufliche Erfolge zu feiern.

Viele reden bereits davon, dass Print tot ist. Dabei befindet sich Print zurzeit nur in einer sehr interessanten, aber auch unheimlich turbulenten Phase.

Wir müssen täglich neue Herausforderungen meistern, Auflagen werden reduziert. Gleichzeitig ist die Technologie so fortgeschritten, dass immer günstigere Maschinen an unsere hervorragende, aber leider auch teure Druckqualität herankommen. Auch haben die Verlage die digitale Welt für sich entdeckt, was es uns auch nicht gerade einfacher macht. Doch genau darum habe die Branche frischen Wind bitter nötig und deshalb sieht sich Finke bei Bertelsmann gut aufgehoben. Ich muss noch viel dazulernen. Ich bin recht jung und habe noch nicht die Erfahrung, die andere Personen in dieser Position vielleicht mitbringen. Aber ich lerne jeden Tag etwas Neues und genau die richtigen Dinge, die mich zu meinen persönlichen Zielen weiter begleiten können. Und welche Ziele das sind, weiß Finke ebenfalls schon ganz genau: In fünf Jahren will ich eine leitende Position innerhalb des Konzerns innehaben, in der ich Verantwortung für ein Team übernehmen kann und gleichzeitig die Zukunft mitgestalte.

Bei allen beruflichen Ambitionen denkt Finke aber auch an andere, die es weniger gut getroffen haben. Wenn ich mich ein Jahr lang nicht ums Geldverdienen kümmern müsste, würde ich wieder nach Uganda gehen. Ich war bereits einige Zeit dort vor Ort und habe mich um ein Waisenhausprojekt gekümmert, das ich gemeinsam mit Freunden aus Deutschland aufgebaut habe. Ich habe dort geholfen, ein Haus zu bauen, Kinder zu unterrichten und so die dortige Situation zu verbessern, so Finke. Die restliche Zeit würde er dann gerne mit dem Rucksack durch Afrika reisen. Seinen Kite würde er dabei sicherlich auch wieder mitnehmen und die Freiheit auf dem Wasser genießen. Denn egal, ob beruflich oder privat, mit seiner Entschlossenheit und Lernbereitschaft wird Finke auch in Zukunft noch viel frischen Wind machen.

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