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Andrea Valle, Interkontinentale Dauerläuferin in Sachen Kultur, findet ihr Glück auf Reisen, beim Entdecken neuer Kulturen
und spannender Herausforderungen, Familienmensch und Leseratte, entwickelt Prozesse und managt Firmen-Merger
in Spanien und Lateinamerika, kämpft für Bücher und Autoren, Internal Auditor, Penguin Random House, Barcelona.

Andrea Valle

Ich mag es sehr, auf Reisen zu sein, andere Länder zu entdecken,...

...Menschen aus anderen Kulturen kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten und genau das tue ich in meinem Job. Darum ist er für mich eine großartige Kombination aus Leben und Arbeiten.

Andrea Valle ist seit drei Jahren Internal Auditor bei Penguin Random House in Barcelona. Ihre Aufgabe ist es, die Prozesse des Unternehmens in Spanien und Lateinamerika genau unter die Lupe zu nehmen und diese zu verbessern oder neu zu entwickeln. Dazu ist sie viel unterwegs – zum Beispiel in Argentinien, Mexiko, Chile, Uruguay oder Kolumbien. Über Vorurteile gegen ihre Arbeit kann die Spanierin nur lachen:Viele Menschen denken, dass die interne Revision ein sehr langweiliger Job ist. Ich finde das nicht! Klar, ich muss bei meiner Arbeit bestimmten Methoden folgen – und das in sehr strukturierter Art und Weise. Aber auf der anderen Seite habe ich sehr viel Kontakt zu verschiedenen Menschen aus ganz unterschiedlichen Unternehmensbereichen.Dabei trifft sie oft auf gravierende kulturelle Unterschiede:Wenn man, wie ich, ständig mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu tun hat, kann man eine Menge darüber lernen, wie unterschiedlich sie denken und arbeiten. Hier in Spanien macht zum Beispiel eher jeder sein eigenes Ding. Dabei geht es dann auch schon mal etwas rauer zu. In Deutschland dagegen sollte man sich etwas korrekter und höflicher verhalten.Ihre offene Art kommt bei den Kollegen in aller Welt allerdings meist gut an:Sie sagen über mich, ich sei eine sehr fröhliche Person und dazu eine sehr toughe, weil ich immer alleine umherreise und ohne Hilfe mit vielen schwierigen Situationen klarkomme.

Wenn Andrea Valle unterwegs ist, bedeutet das für sie oftmals viel Arbeit und enge Timings.Ich habe häufig nur ein oder zwei Wochen, um meine Aufgabe im jeweiligen Land oder Unternehmen zu erledigen. Aber die Kulturoptimistin kennt auch die guten Seiten des Reisens:Wenn ich woanders arbeite, dann bleibe ich dort nach getaner Arbeit oft noch über das Wochenende – zum Sightseeing oder für einen Museumsbesuch.Zusätzlich hat sie für sich einen Ausgleich zum Berufsalltag gefunden:

Wenn ich einen besonders stressigen oder chaotischen Tag hatte, gehe ich laufen.

Am liebsten nachts, wenn es kühl ist. Manchmal laufe ich alleine und manchmal mit Freunden. Dann erzählen wir uns von unserem Tag, kommen auf andere Gedanken und sehen, wie schön es hier in Barcelona eigentlich ist.Auch sonst ist ihr eine gesunde Work-Life-Balance sehr wichtig:„In meinem Job verbringt man viele Stunden im Büro. Das ist okay, denn ich liebe meine Arbeit – aber ich mag es auch sehr, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen. Daher versuche ich, mich nicht nur auf meinen Job zu fokussieren, sondern auch auf mein Privatleben.

Auch wenn es manchmal nicht leicht ist, die Balance zu finden, insgesamt ist Andrea zurzeit sehr glücklich in ihrem Job. Das war nicht immer so: Nach ihrem Studium „Business Administration“ mit dem Schwerpunkt Finanzen in Barcelona führte sie ihr Weg erst zu einer Bank, dann zu einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Doch beide Jobs erfüllten sie nicht wirklich:Erst bei Penguin Random House habe ich realisiert, dass ich eine Arbeit haben möchte, die aus mehr als nur Zahlen besteht. Hier gehören Bildung, Kreativität und verschiedene Kulturen zu meinem Arbeitsalltag. Und das zu tun, was ich liebe, ist die größte Motivation für mich.

Auch privat liegen ihr Bücher sehr am Herzen.eden Abend lese ich vorm Einschlafen noch ein oder mehrere Kapitel. Ich bin eine echte Leseratte und lese alles, am liebsten aber romantische Bücher oder welche, die von historischen Ereignissen handeln.Eine der großen Herausforderungen der Branche beschäftigt daher auch Andrea Valle momentan sehr: die Buchpiraterie. Gemeinsam mit ihren Kollegen hat sie den Kampf für Literatur die Bücher und Autoren aufgenommen:

Wir müssen den Menschen erklären, dass es sich lohnt, für Bücher zu bezahlen. Denn Bücher sind Kultur, und hinter jedem Buch stehen eine Menge Menschen, die dafür arbeiten!

Aber sie blickt optimistisch in die Zukunft:Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Branche weiter wachsen wird, denn die Kultur wird niemals verschwinden.

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